Regenwassernutzung in anderen Ländern

Auf dem Weg zum Wasser holen
Landbevölkerung in Äthopien auf dem Weg zum Wasserbrunnen im Omo Valley (Rafal Cichawa-Fotolia.com)

In Taiwan sammeln die Menschen heute noch das Regenwasser von Bäumen. Dazu nutzen sie die Neigung des Wassers, sich an Oberflächen zu binden aus. Sie binden einen aus mehreren Kordeln bestehendes Seil um den Stamm eines Baumes und führen die wieder aufgefächerten Kordelenden in ein Gefäß oder in eine Rinne. Das Wasser, das über den Stamm abläuft, wird durch das Seil aufgenommen und tropft oder läuft über die Kordelenden in das Gefäß.

In Japan, bekannt für seine Teezeremonien, legt man besonderen Wert auf die Qualität des Wassers, um grünen Tee zu zubereiten. Hier wird, wenn möglich nur Regenwasser eingesetzt, weil der Geschmack und die Qualität dieses Wassers besser als das herkömmliche Leitungswasser sind.

In Australien sammelt man das Wasser von der Dachfläche in riesigen oberirdischen Behältern, eine Familie lebt dann von 20 bis 40 cbm Wasser von einer Regenperiode bis zur nächsten.

In Afrika wird die Regenwassernutzung wieder populär, vor allem Frauengruppen helfen sich gegenseitig beim Bau von Zisternen. Die Frauen sparen sich kilometerweite Wege zum Wasser holen.

Ihre dadurch gewonnene Zeit können sie mit der Gartenarbeit oder Tierzucht verbringen. Bessere Hygiene, Gesundheit und Wohlstand sind die Folge.